Pädagogische Schwerpunkte

Pädagogische Arbeit

In den ersten drei Lebenjahren lernen Kinder so schnell und intensiv wie nie wieder in ihrem Leben. Sie setzen sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und bestimmen ihre Entwicklung mit.
Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Kinder auf ihrem Weg ins Leben zu begleiten. Dazu ist es notwendig, das einzelne Kind gut zu beobachten, denn jedes Kind zeigt uns, was es braucht.
Dann ist es möglich auf seine individuellen Interessen und Bedürfnisse einzugehen und es in seiner Entwicklung zu fördern.
Lernen in früher Kindheit ist es vor allem Lernen über (Sinnes-) Wahrnehmung und Bewegung.

Wir setzen unsere Schwerpunkte auf:

  • Bewegung
  • Wahrnehmung
  • Sprache
  • Kreativität

die im folgenden kurz beschrieben werden. Gerne können Sie aber auch unsere komplette Pädagogische Konzeption der Kinderkrippe lesen.

Bewegung

Die motorische Entwicklung des Kindes in den ersten Lebensjahren verläuft rasant.
In keinem späteren Lebensabschnitt macht ein Kind so deutlich sichtbare Fortschritte wie in dieser prägenden Phase. Wenn sich das Kind spielend im Raum bewegt, wenn es mit seinem Körper in Aktion tritt, so bilden sich immer mehr Nervenverbindungen in seinem Gehirn, ähnlich wie die Äste und Zweige eines Baumes. Je mehr Nervenverbindungen ein Kind hat, desto besser ist sein Lernvermögen.
In der Bewegung knüpft das Kind soziale Kontakte. Es lernt Selbständigkeit und Selbstvertrauen. Und es setzt sich mit dem eigenen Körper und den Dingen seiner Umgebung und ihren Eigenschaften auseinander.
Bewegungsmangel kann auf Dauer zu Defiziten in der Bewegungsentwicklung führen und sich nachteilig auf Denken, Lernen, Sprache und andere Entwicklungsbereiche auswirken.
Durch die Gestaltung unseres bewegungsfreundlichen Umfeldes können wir Defizite vorbeugen bzw. rechtzeitig gegensteuern.


Wahrnehmung – Lernen mit allen Sinnen

Sinne sind das Fenster zur Welt. Kleine Kinder lernen vor allem über (Sinnes-)Wahrnehmungen und motorische Handlungen.
Wenn ein Kleinkind bestimmte Handlungen unermüdlich wiederholt (z.B. Bauklötze wegwirft, Wasser umfüllt), so speichert sein Gehirn alle Versuche. Die über die Sinne aufgenommenen Informationen und die Verarbeitungsprozesse im Gehirn führen dazu, dass sich das Gehirn weiter entwickelt und organisiert.
Wahrnehmungs- und Bewegungserziehung sind uns ein Hauptanliegen in unserer Krippenpädagogik. Denn aus entwicklungspsychologischer Sicht werden sensomotorische Angebote in besonderer Weise den Bedürfnissen und dem Lernverhalten den Kleinsten gerecht.


Sprache

In den ersten drei Lebensjahren durchläuft das Kind einen wesentlichen Teil seiner Sprachentwicklung.
Das Kind lernt dabei am sprachlichen Modell der Menschen in seiner Umgebung.
Deshalb ist es wichtig, mit Kindern zu sprechen! Die alltäglichen Handlungen und Abläufe in der Krippe werden sprachlich begleitet.
Die kindliche Sprachentwicklung ist jedoch kein isolierter Prozess sondern steht immer in Wechselwirkung mit anderen Bereichen.
Je intensiver das Kind seine Umwelt mit allen Sinnen entdecken kann, umso besser kann es sie auch begrifflich einordnen und sprachlich über sie verfügen.
Neben vielen Anregungen der Sinne machen wir den Kindern sprachfördernde Angebote wie Fingerspiele, Reime, Singspiele und das Erzählen von Geschichten und Vorlesen von Bilderbüchern.


Kreativität

Kreativ können Kinder in unterschiedlichen Bereichen sein: beim Sprechen, Singen,
Musikmachen, Bewegen, bildnerischen Gestalten.
Im Spiel und aktiven Experimentieren mit unterschiedlichen Gegenständen und Materialien lernen schon die Kleinsten die Eigenschaften und Gesetze vieler Dinge in ihrer Umgebung kennen.
Wir unterstützen die Kinder in ihrer naturgegebenen kreativen Neugierde
nach dem Motto „Probieren geht über studieren“.
Dazu stehen den Kindern Kleister, Farbe, verschiedene Papiere, Materialien zum Drucken und Stempeln, Knete usw. zur Verfügung.
Darüber hinaus geben wir den Kindern in vielfältigen Angeboten die Möglichkeit mit den verschiedensten Materialien (z.B. Schaum, Wasser und Sand, Naturmaterialien) zu experimentieren.